Das Internet und seine Gefahren

Kernaussagen aus dem Vortrag von J. Kabierske „Klicksalat“ zusammengestellt von Barbara Heiter

Tipps für Schülerinnen und Schüler

Chats: gehe nur in moderierte Chatrooms!! Vermeide Chats für Erwachsene (du kannst ausgenutzt und blöde angemacht werden!), Denke dir einen guten Spitznamen aus, der nichts über dein Geschlecht, dein Alter, deinen Namen, deinen Wohnort verrät. Verrate NIE deinen Namen, deine Adresse und Telefonnummer!!!!!! Chatte nicht abends, wenn du eigentlich schlafen solltest (dann sind keine Kinder, sondern nur noch Erwachsene im Chat). Gehe bei Chats mit Fremden nie in die Separés! Das sind Extra-Räume in Chat und diese werden nicht überwacht! Vergiss nie, dass du dein Gegenüber evtl. nicht kennst. Ein Fremder bleibt solange fremd, bis ihn die Eltern kennen! Es ist nicht alles wahr, was geschrieben wird!! Treffe dich NIE mit Leuten aus dem Chat. Sei freundlich und halte dich an die Chatiquette.
Lies dir folgende Webseite vor dem chatten durch: www.chatten-aber-sicher.de
Sichere chats: www.seltenstark.de , www.kindernetz.de, www.tivi.de, www.lizzynet.de

Abzocke: hierbei bekommst du eine billige Dienstleistung, musst dafür aber viel Geld bezahlen. Dass das Angebot etwas kostet, steht ganz klein geschrieben, irgendwo auf der Seite oder in den AGBs. Schutz: Gib im Internet NIE deine e-mail Adresse und richtige Adresse an, es sei denn, deine Eltern haben es dir erlaubt und wissen Bescheid. Klicke niemals „OK“ an, wenn davor oder danach der Satz steht: Ich habe die AGBs (= Allgemeine Geschäftsbedingungen) durchgelesen und akzeptiere sie. Mache dich nicht älter als du bist, d.h. gib niemals an, dass du 18 Jahre alt bist, wenn du tatsächlich jünger bist.

Tauschbörsen: Tauschen von geklauter Software, Musik oder Filmen ist illegal!! Wenn du an sogenannten Tauschbörsen teilnimmst, setzt du dich vieler Gefahren aus: du verstößt gegen das Urheberrecht, du lädst dir unsichere Spyware auf deinen Rechner (Software, die die Daten deines Rechners ausspioniert, ohne dass du es merkst), du lädst dir Viren und trojanische Pferde in deinen Rechner. Lass die Finger von solchen Internetseiten! Besorge dir deine Musik für ein paar Cent legal im Internet. Das Herunterladen von geklauter Software und die anschließennde Weiterverbreitung kann bis zu € 5.000 kosten,
die Deine Eltern bezahlen müssen. Wenn sie das nicht tun, wird u.U. ein Gerichtsverfahren eröffnet. Datenklau ist Diebstahl!!!

Spiele: Spiele machen Spaß, können aber auch zur Gefahr werden. Nämlich dann, wenn du zu viel deiner Zeit damit verbringst. Du vernachlässigst deine Freunde, deine häuslichen und schulischen Pflichten, du kannst nur noch an´s Spielen denken... Spielen kann süchtig und damit krank machen! Wenn du längere Zeit nicht mehr vom Spielen loskommst, hole dir Hilfe bei deinen Eltern, rede mit Freunden oder einer anderen Vertrauensperson.
Hier einige Websites, denen du vertrauen kannst:
www.blinde-kuh.de www.schule-online.de
www.milkmoon.de www.haefft.de
www.wasistwas.de www.sowieso.de
www.trampeltier.de www.virtuellewelt.de

Tipps für Eltern

Was ist der Unterschied zwischen der Gefahr des Fernsehens und der Gefahr des Computers? Der Fernseher steht zumeist im gemeinsamen Wohnzimmer – für alle jederzeit einsehbar, der Computer steht im Kinderzimmer – bei geschlossener Zimmertüre nicht einsehbar - jederzeit für alles unkontrolliert nutzbar - auch nachts!

Gefahrenbereiche:

Chatrooms: lassen Sie sich von Ihrem Kind das Chatten am Rechner erklären. Achten Sie auf den Sprachstil (normaler Umgangston? Beschimpfungen? Beleidigungen? aggressiver Wortschatz?). Kennt Ihr Kind das „Gegenüber“? Ist die Person ihm im realen Leben bekannt? (Freundin, Schulkamerad?) Handelt es sich um einen moderierten Chatroom? Sind die Nutzer registriert, oder gibt es einen Gastzugang, über den sich pädophile Menschen ungehindert Zugang zu Ihrem Kind verschaffen können?
 sichere chats: www.seltenstark.de , www.kindernetz.de, www.tivi.de, www.lizzynet.de
 Webseite mit Infos für Eltern und Kinder zum sicheren Chatten: www.chatten-abersicher.de

Pornographie und Gewalt: Leider sind durch nur wenige Klicks auf unverfängliche Links („Unterhaltung“) schnell Seiten mit pornographischen Inhalten zu öffnen. Seiten für Erwachsenen werden nur durch einen Klick auf einen Button „sind Sie erwachsen?“ gesichtert. Seiten mit pornographischen und gewaltverherrlichenden Inhalten können zwar durch Filterprogramme eingedämmt werden, will man aber das Surfen den Kindern nicht ganz verbieten, lassen sie sich nicht komplett vermeiden. Bester Schutz: vertrauensvolles Gespräch mit dem Kind über diese Themen und ihre Gefahren.

Abzocke: unseriöse Anbieter lassen sich wertlose Dienstleistungen teuer bezahlen. Die Kosten für die Dienstleistung stehten unscheinbar im Kleingedruckten (z.B. Lebensalterberechnung für 60 €). Kinder fallen auf solche Angebote (häufig auch in Pop-up-Fenstern) schnell herein. Die Anbieter arbeiten mit Rechtanwaltbüros zusammen, die hartnäckig die angefallenen Kosten eintreiben.  Hilfe: www.verbraucherzentrale-nrw.de

Tauschbörsen: Musik, Filme oder Software werden kostenlos heruntergeladen, gleichzeitig muss aber der eigene Rechner als Plattform für andere User offen stehen – d.h. diese laden sich die Dateien vom Rechner Ihres Kindes runter. Ihr Kind verbreitet damit illegal erworbene Software, was strafbar ist!!! Sie als Besitzer des Internetzugangs sind damit für den Schaden (der schnell in die Tausende gehen kann) haftbar!
Hilfe: Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Ethik, Legalität und Urheberrechte. Seien Sie selbst Vorbild!! Suche Sie auf dem Rechner Ihres Kindes nach P2P-Software. (Begriffe, die auf illegales Tauschen von Dateien hinweisen können sind: Filesharing, Tauschbörse, Downloads, P2P (sprich: „peer to peer“ – von Nutzer zu Nutzer))

Spiele: Informieren Sie sich über den Inhalt der Spiele Ihrer Kinder (möglichst bevor sie sie auf den Rechner laden) z.B. über www.spieleratgeber.de, http://www.internetabc.de/eltern/rund_ums_netz/spieletipps/ , http://snp.bpb.de/ Werden Sie hellhörig, wenn Ihr Kind „Online-Spiele“ spielt. Hierbei besteht die Gefahr, dass Ihr Kind sich in die virtuelle Welt „flüchtet“ und den Bezug zur realen Welt verliert. Häufig verbinden sich die Spieler eines Spiels weltweit zu einer Spielegemeinschaft, in der jeder Teilnehmer seine Spielverpflichtungen (seinen Beitrag zum Fortgang des Spiels) hat. Diese Verpflichtungen können so weit gehen, dass reales Geld zu bezahlen ist. Spielen kann süchtig machen!!
Hilfe: Vereinbaren Sie feste Computer-Nutzungs-Regeln! Reden Sie mit Ihrem Kind über das Spiel und warum es gerade dieses so faszinierend findet. Suchen Sie gemeinsam nach alternativen Hobbys.

Allgemeine Hilfe-Tipps:
Schützen Sie den Rechner Ihres Kindes vor Viren, Würmern, trojanischen Pferden, Spyware etc. mit handelsüblichen Programmen. Sorgen Sie für ein regelmäßiges Update. Installieren Sie gegebenenfalls Filterprogramme. Installieren Sie Software, die die Zeit am Computer beschränkt. Software dazu unter: http://www.salfeld.de, www.time-for-kids.de Alle Software der Welt kann aber nur in beschränktem Maße Ihr Kind vor den Gefahren des Internets schützen. Der beste Schutz ist das offene Gespräch mit Ihrem Kind und Ihr Interesse an seinem Hobby. Lassen Sie sich in seine Welt „entführen“. Versuchen Sie nachzuempfinden, was Ihr Kind an der Welt des Computers so faszinierend findet. Ist Ihr Kind Ihnen gegenüber verschlossen, fragen Sie seine Freunde, was diese spielen.

Wenn Sie mehr zu diesen Themen wissen möchten, dann besuchen Sie das nächste Mal den Vortrag von J. Kabierske an unserer Schule.

© Gymnasium Oberhaching 2016