Technische Ausstattung im IT-Bereich

Eine kleine Zeitreise rückwärts

Pädagogische Oberfläche und Multimedia

2013. Die 2010 begonnene Erweiterung und Modernisierung unserer Computerräume kommt nun langsam zum Abschluss. Die schrittweise Vorgehensweise ermöglichte es, jede Neueinrichtung zu testen und die nächsten Schritte bedarfsgerecht und nachhaltig zu planen. Die zwei Informatikräume mit je 15 alten Rechnern wurden, wie schon berichtet, beide neu möbliert und zu voller Klassenstärke erweitert. Die Erneuerung der Serverlandschaft ermöglichte den Einsatz moderner und pflegeleichter Terminalservertechnologie. Zur Zeit wird ein dritter Computerraum mit schnellen Small – Desktop PCs eingerichtet. Diese Rechner sind zusätzlich für Multimedia – Anwendungen unterschiedlicher Art geeignet und sollen allen Fächern den Einsatz audiovisueller Medien im Unterricht ermöglichen.

Diese Hardwareerneuerung stellt aber lediglich die Grundlage für die entscheidende qualitative Verbesserung der Unterrichtssituation dar und ermöglicht die Verwirklichung eines von uns Lehrern schon lange gehegten Wunsches. Mit Beginn dieses Schuljahres wurde das Betriebssystem so angepasst, dass nun in allen drei Computerräumen eine einheitliche pädagogische Oberfläche zum Tragen kommt. Mit Hilfe einer ausgefeilten Klassenraumsteuerung ist nun ein viel effizienterer Unterricht möglich. Die Aufmerksamkeit der Schüler wird verstärkt auf die zu lösenden Probleme gelenkt, die Unterstützung einzelner Schüler durch die Lehrkraft erfolgt effektiver. Durch das Spiegeln von Bildschirminhalten können Schüler ihre Arbeitsergebnisse leicht der Klasse präsentieren. Die Funktionalität, einzelne Schüler zu Gruppen zusammenschließen zu können und den Gruppen unterschiedliche Aufgaben zu stellen ermöglicht eine gezielte und differenzierte Förderung der Schüler. Auf diese Weise kann die nachhaltige Modernisierung unserer Sachmittel adäquate pädagogische Konzepte unterstützen.

Terminalservertechnologie & Informatikräume für große Klassen

2011. Seit unserem letzten Bericht von der Computerfront sind nun schon einige Jahre vergangen, Jahre in denen viel passiert ist. Damals berichteten wir von der Vernetzung unseres Schulhauses und dem ersten Schülerjahrgang, der sich mit dem Unterrichtsstoff Informatik vertraut machte. Die große Umstellung hatte gerade erst begonnen und wir wussten alle noch nicht so genau, wo die Reise hingehen sollte. Heuer verlässt uns nun der erste Jahrgang des G8 und damit die ersten Schüler, die ein bayerisches Abitur im Fach Informatik geschrieben haben. Nicht nur die Schüler, auch wir Lehrer betraten Neuland, unsere Unterrichtsmethoden waren im kreativen Wandel begriffen. Doch mit jedem Unterrichtsprojekt, jedem Oberstufenkurs, jedem Seminar festigt sich der Stellenwert der Informatik im Kanon der MINT – Fächer. Die Schüler zeigen zunehmend Interesse für das Fach, einige konnten schon während der Qualifikationsphase für ein Frühstudium an den Münchener Universitäten gewonnen werden.

Schon bald zeigte sich, dass unsere zwei Computerräume mit ihren jeweils 15 Arbeitsplätzen für den Informatikunterricht denkbar ungeeignet waren, zumal eine Teilung der teilweise sehr großen Klassen aus Budgetgründen nicht möglich war. Auch waren die Räume durch den Informatikunterricht zunehmend ausgelastet und standen für die anderen Fächer nicht mehr zur Verfügung. Darum beschlossen wir, einen weiteren Computerraum mit 32 Arbeitsplätzen einzurichten. Um den Verwaltungsaufwand in Grenzen zu halten, hatten wir die Terminalserver – Technologie im Auge. Nach einer Phase der Planung und Erprobung konnte der neue Informatikraum zu Beginn des Schuljahres 2009/2010 in Betrieb genommen werden und hat sich bisher gut bewährt. Zu Beginn des Schuljahres 2011/2012 wird einer der beiden alten Computerräume mit der gleichen Technologie auf 30 Arbeitsplätze erweitert. Damit kann die Fachraum- und Stundenplansituation entschieden verbessert werden.

Mit Beginn dieses Schuljahres präsentiert sich unsere Schule nach außen mit einer neuen und völlig überarbeiteten Website. Das reichhaltige Angebot auf diesen Seiten kommt vor allem den Schülern und Eltern zugute.

Auch im Bereich der Präsentationsmedien hat sich viel getan. In Laufe der letzten zwei Jahre sind praktisch alle Klassen- und Fachräume mit Datenprojektoren und Lautsprechern ausgestattet worden. Somit kann nun entweder das eigene Notebook oder ein schuleigener Medienwagen in kürzester Zeit zu Präsentationszwecken angeschlossen werden.

Doch mit zunehmender Verbesserung der technischen Ausstattung wächst auch der Wartungsaufwand und die Arbeit ist für Systembetreuer und Medienwart kaum noch zu schultern. Daher wollen wir nicht verschweigen, dass wir in den letzten Jahren bei all diesen Einrichtungs- und Wartungsarbeiten eine unschätzbare Hilfe hatten. Seit dieser Zeit ist Herr Meiners dabei, wenn neue Technik eingerichtet und ausprobiert wird, Computer installiert werden oder Geräte der Physiksammlung repariert werden müssen. Aber das Wichtigste: er betreut den täglichen Kummerkasten, hilft, wenn die Technik streikt und unterstützt die Lehrer in technischen Fragen. Ohne seinen unermüdlichen Einsatz wäre ein reibungsloser Ablauf in der Anwendung moderner Medien- und IT – Technik dieses Ausstattungsausmaßes nur noch schwer vorstellbar. Herr Meiners meint: “ Wenn alles funktioniert und keiner hat mich gesehen, dann habe ich meinen Job gut gemacht“

Endlich vernetzt !

2003. Die rasante Enrwicklung auf dem Gebiet der Informationstechnologie, die massive Digitalisierung, das vordringen medialer Kommunikation in alle gesellschaftlichen Bereiche zwingt uns, die hierfür notwendigen Werkzeuge zu beherrschen, um "dabei zu sein", um an den Entwicklungen teilnehmen zu können, um in den Besitz der für uns notwendigen Information zu gelangen. Die ständige, zeitlich und räumlich unbegrenzte Verfügbarkeit von Information wird ein wesentlicher Wesenszug unserer Zeit und manch einer mag bedauern, dass dieser Trend unser Leben hektischer macht. Wollen wir akzeptieren, dass E-mail, elektronische Diskussionsforen, Chats und Ähnliches den gemütlichen Plausch ersetzen ? Sicher nicht - und trotzdem hat man oft das Gefühl, dass letzteres zunehmend zu kurz kommt.
Aber Jammern hilft nichts, auch im Bereich "Schule" heißt es einigen Fakten offen ins Auge zu sehen. Tatsache ist, dass die Kommunikation der Schulen mit den vorgesetzten Behörden, den Abteilungen des Kultusministeriums, über elektronische Postfächer geschieht. Hier werden Schuldaten gesammelt, Verwaltungsprogramme aktualisiert, Verfügungen weitergeleitet etc. Neue Lehrpläne werden auf den Internetseiten des ISB veröffentlicht, Unterrichtmaterialien und Lehrprogramme über den bayerischen Bildungsserver verbreitet. Für verschiedene Interessengruppen innerhalb der Lehrerschaft gibt es Mailinglisten, offene Diskussionsforen, geschlossene Bereiche und andere Möglichkeiten, miteinander in Kontakt zu treten und Informationen auszutauschen.
Auch im Austausch zwischen Schule und Eltern erfahren moderne Kommunikationswege unerwartet hohe Akzeptanz. Im vergangenen Schuljahr zeigten sich die Eltern in überwiegender Mehrheit bereit, Informationen wie Schulbrief, Terminplan, Sprechstundenplan nicht mehr wie bisher über den Postweg, sondern über die Schulhomepage zu beziehen. Dies hilft in hohem Maße Kosten zu sparen. Zunehmend richten sich auch einzelne Fachschaften über das Internet an Schüler und Eltern. So wurde der Grundwissenkatalog unserer Schule für das Fach Mathematik veröffentlicht und im geschlossenen Bereich unserer Website werden Informationen von und für Schüler bereitgestellt. Auch der kreative Freiraum, mit Lyrik, Prosa, Satire und vielen Bildern aus unserem Schulalltag kommt dabei nicht zu kurz. Nicht zuletzt sind es die Beiträge unserer Schüler wie Reiseberichte, veröffentlichte Facharbeiten, elektronische Adventskalender, virtuelle Rundgänge durch das Schulgelände etc. die unsere Schulhomepage lebendig machen.

 

Die Webserverstatistik im linken Bild dokumentiert beeindruckend den Anstieg der wöchentlichen Zugriffe auf unsere Schulhomepage im Laufe der letzten drei Jahre. Das zweite Bild zeigt eine typische Verteilung der Anzahl der stündlichen Zugriffe im Verlauf eines Tages.

Schon seit Jahren wurden Überlegungen angestellt, wie man Informationen des Intranet und Internet in allen Fach- und Klassenräumen bereitstellen könnte. Eine Vernetzung des gesamten Schulgebäudes, die Voraussetzung hierfür, schien vielen Kollegen nicht realisierbar weil zu teuer und zu aufwendig. Trotzdem fand das Projekt letztlich einige Befürworter und entscheidend war wohl der Beitrag der IT - Beauftragten des Landkreises, Herr Schmölz, dem es in vielen Verhandlungen gelang, unsere Sachaufwandsträger von der Wichtigkeit dieser Investition zu überzeugen. Im Schuljahr 2002/03 wurde eine Firma mit der Planung der Vernetzung beauftragt, so dass in den Sommerferien 2003, zeitgleich mit dem Ausbau des Schulgebäudes auch diese Arbeiten in Angriff genommen werden konnten. Im Sommer 2004 wurden die Arbeiten abgschlossen. Heute ist das ganze Gebäude, ausgehend von einem eigens eingerichteten Serverraum sternförmig mit Glasfaser vernetzt. In sämtlichen Räumen wurden Aktivkomponenten (Switche) montiert, die den Übergang von Glasfaser auf Kupferkabel gewährleisten. Die Verbindungen wurden in zwei getrennten Netzen, dem Schul- und dem Verwaltungslan zusammengefaßt. Die Verbindung ins Internet wird durch eine zusätzliche Firewall (Linux - Rechner) abgesichert. Eine leistungsfähige Mehrprozessormaschine unter Windows 2003 wurde als neuer Domänencontroller und Terminalserver eingesetzt, während ein linuxbasierter Sun Server Web und Proxyfunktionen übernehmen soll. Bei der Planung und Realisierung der Netzarchitektur wurden wir von der Firma Skytec gesponsert, die uns mit Ideen und Manpower unterstützte.

Mit dieser Vernetzung haben wir eine zukunftssichere Grundlage geschaffen für den weiteren Ausbau mit multimedialen Kommunikations- und Lernmitteln. Die Ausstattung mit Endgeräten wie Rechner, Beamer etc. in Fach und Klassenräumen wurde in den letzten Jahren erheblich erweitert und wird sicherlich auch weiterhin wachsen. Aber die Hauptaufgabe, die nun vor uns liegt besteht vor allem darin, diese Technik gewinnbringend in Unterricht und Schulleben zu integrieren. Da es sich in vieler Hinsicht um Neuland handelt, kann dies Vorhaben nur gemeinsam geschultert werden. Mit der Einführung des Pflichtfaches Informatik im nächsten Schuljahr kommen sicher auch organisatorische Probleme auf uns zu und wir werden die Nutzung der Rechnerkapazitäten neu überdenken müssen.

Noch ein Computerraum und schnellere Rechner

1999. Die Planungen für einen zweiten Computerraum waren abgeschlossen. Der benachbarte Klassenraum wurde zum Computerraum II umfunktioniert, Computermöbel wurden in Eigenregie für unsere Bedürfnisse zurechtgezimmert und eine RJ-45 Verkabelung mit 100 Mbs - Übertragungsrate eingerichtet. 15 weitere Arbeitsplätze (400 MHz - AMD Rechner), ein Multimedia - Rechner mit Brenner und Scanner sowie ein weiterer Server kamen zur Aufstellung. Auch dieser Teil des Netzes wurde mit dem Betriebssystem NT 4.0 ausgestattet. Dank der "High Tech Offensive Bayern" konnten auch Fachräume mit neuen Rechnern und Projektionsmöglichkeiten ausgestattet werden, sowie mobile Stationen für die Klassenräume eingerichtet werden. Lehrerzimmer und Sekretariat erhielten je einen ISDN Internetanschluß. Die Arbeitsbedingungen mit dieser Ausstattung waren unvergleichlich besser. So wundert nicht, dass der alte Computerraum zunehmend verwaiste.

  Im Sommer 2001 wurde der alte Computerraum I neu verkabelt, die alten 486-er Rechner wurden durch 900 - MHz PCs ersetzt und ein leistungsfähiger Arbeitsplatz zum Bearbeiten von Videos wurde eingerichtet. Ein neuer Kommunikationsserver routet nun ins Internet über den von T-Online gesponserten DSL-Anschluß (T@school).  

Erster Start auf der Datenautobahn

1996. Unser Computerraum mit seinen 15 Arbeitsplätzen (486-er Rechner mit einem Server in einem Novell - Netzwerk zusammengeschlossen) ist bis dahin vorwiegend von den Mathematikern genutzt worden. Im Wahlunterricht ist außer Programmieren allenfalls Textverarbeitung oder Maschinenschreiben angeboten worden. Für multimediale Anwendungen oder gar den Anschluß ans Internet war die technische Ausstattung unzulänglich. Die "Hilfe zur Selbsthilfe" kam von ehemaligen Schülern, die einige Jahre zuvor die mittlerweile sehr erfolgreiche Firma für Netzwerklösungen "Econet" gegründet hatten. Mit ihrer Hilfe wurde ein kostengünstiger Plan aufgestellt: Die PCs wurden auf 20MB Arbeitsspeicher aufgerüstet und mit Soundkarten und CD-Laufwerken versehen. Ein neuer Server wurde mit Netzwerk- und ISDN Karten ausgestattet und das Betriebssystem Windows NT 4.0 wurde installiert. Damit war, über einen Proxy-Server geroutet der Anschluß an die Datenautobahn geschafft. Nun hieß es für Lehrer wie für Schüler sich mit den Eigenheiten dieses Netzwerks vertraut zu machen, die Möglichkeiten und Präsentationstechniken des Internets kennenzulernen, neue Konzepte des Modellierens und Programmierens zu erkunden etc. Es war eine spannende Zeit des miteinander und voneinander Lernens. Schon im darauffolgenden Schuljahr (März 1998) war unsere erste Homepage online. Der Computerraum wurde nun zunehmend auch von anderen Fachschaften "entdeckt". Auf Grund der immer umfangreicher werdenden Software wurde es allmählicher immer enger auf den 200MB großen Festplatten und die Rechner wurden immer langsamer. So reifte der Entschluß heran: ein zweiter Computerraum muß her. Nach einer längeren Planungsphase war es dann soweit.

Vom Commodore zum Netzwerk - wie alles begann

1980. Voll Sympathie sehen wir unsere Vorgänger mit Schreibmaschine, Typenräder, Tipp-Ex, Uhu-Kleber und Schere hantieren. Gerade zwanzig Jahre ist das her, und doch kommt es vor wie die Steinzeit der Textverarbeitung. EDV und ITG (informationstechnische Grundbildung) steckten noch in den Kinderschuhen, das Zeitalter des guten alten Commodore 64 hatte gerade erst begonnen, an Internet dachte noch kaum jemand.
Zur Erstausstattung der Schule gehörte immerhin schon ein Computerarbeitsplatz. Der CBM 4016 nebst Floppy und Drucker wurde 1982 in den Mathematikunterricht der ersten 10. Klassen eingebunden. So skeptisch viele zur Zeit der Umwelt- und Friedensbewegung dem digitalen Zeitalter entgegensahen - das Orwell-Jahr 1984 stand vor der Tür -, so unkritisch - enthusiastisch begrüßten es zahlreiche Jugendliche. Das Schuljahr 1982/83 war von informationstechnischer Aufbruchstimmung geprägt. Der Förderverein stellte der Schule fünf Rechner mit einigem Zubehör wie Drucker und Graphikbausteine für insgesamt 13.500 DM zur Verfügung. Herr Weineisen leitete die ersten beiden Wahlkurse Informatik mit einigen Apple-Computern, die Schüler der Klasse 10a besuchten das EDV Zentrum von Siemens, wo sie von der riesigen Anzahl von Magnetbändern und Magnetplatten beeindruckt waren, zum Halbjahr gab es zum erstem Mal mit dem Computer erstellte Zeugnisse und Andreas Geßner, 10d, reichte sein in BASIC geschriebenes Programm zum "Schiffe versenken" bei einem Informatikwettbewerb der Universität Dortmund ein. Im Mai 1983 berichtet die Schülerzeitung OHA "Über unseren Computerraum" (der ehemalige Ausweichraum, heute C115) und den Ansturm auf die sechs Commodore cbm. Sie klagt darüber, dass die Programmierfanatiker sich im Sekretariat in einen Terminkalender eintragen und Wartezeiten von bis zu einer Woche in Kauf nehmen müssten.
Wir machen einen kleinen Zeitsprung: Herr Burbiel wird ITG Beauftragter, die Mauer fällt, die Computerära Streiter geht zu Ende und erstmals wird 1993 mit Herrn Orthuber ein Systembetreuer bestellt. In einem eigens dafür eingerichteten Raum entsteht das erste Computernetz und die ersten Sprachler werden im Computerraum gesichtet. Die technischen Probleme sind noch erheblich, mitten in den Planungen zu einem weiteren Ausbau verlässt uns Herr Orthuber und Herr Dr Samhammer übernimmt die Stafette.

© Gymnasium Oberhaching 2016